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Vieles muss passen, damit die Alpen mit dem Ballon überquert werden können. Am 16. Dezember hatten wir gute Bedingungen für unser Vorhaben. Aufgrund der eher langsamen Winde (rund 50 km/h in 4500 Metern) fixierten wir als Startort die Region Schwyz. Um 08.35 Uhr verabschieden wir uns von unseren Verfolgern Markus und Heinz und heben in Ingenbohl (SZ) ab. Stefan Zeberli mit dem HB-QZR Altefcoballon fährt voraus, wir folgen ihm mit dem HB-QYQ Quickliner. Es ist verhältnismäßig warm (2 Grad beim Start) und die abziehende Bewölkung verwehrt uns zu Beginn noch Sonne im Korb. Dies ändert sich jedoch schnell, und ab rund 2500 Meter fahren wir mit Sonnenschein zwar noch langsam, aber zumindest in die richtige Richtung. Wir steigen weiter auf, und genehmigen uns nun auch Sauerstoff - Es soll uns ja gut gehen auf der Reise nach Italien. Die Sicht ist atemberaubend und wir genießen die Ruhe und das Panorama. Im Korb ist meine liebe Frau Gaby, die uns gut versorgt mit allem gegen Hunger und Durst, Rölu Friedli, selber Pilot und meine Unterstützung bei dieser Fahrt sowie Urs, der alles einfängt mit seiner Kamera. Ihm verdanken wir auch den schönen Film! 

Unsere Reise geht via Urner Alpen Richtung Süden. Rechts unten sehen wir die Gotthardautobahn und im Südwesten ist das Matterhorn zu sehen. Über dem Brunnigletscher auf knapp 4000 Meter sind wir mit gut 40 km/h unterwegs als es markant bremst und wir fast stehenbleiben: 4200 Meter über Meer und noch knapp 10 km/h - So kommen wir nicht nach Süden! Also steigen wir weiter auf und auf knapp 5000 Meter Höhe läuft es wieder, die Reise geht nun mit über 60km/h immer schön der A2 entlang ins Tessin. Unsere Maximalhöhe mit über 5200 Meter erreichen wir in der Gegend von Bellinzona. Hier sehen wir im Westen das markante Monterosagebirge mit den höchsten Bergen der Schweiz, dahinter den Mont-Blanc. Hinter uns ist immer noch die Dampffahne des Atomkraftwerks in Gösgen zu sehen, während vor uns die Hochhäuser Mailands aus dem Nebel schauen. Nicht zu vergessen sind all die Seen die wir sehen. Stefan ist nun mit dem Controller von Mailand am funken, und wie fast immer will er uns unbedingt aus dem Luftraum Alpha raushaben, das bedeutet, dass wir absteigen müssen, und zwar noch innerhalb der Berge. Stefan erklärt, dass wir weiter rausfahren müssen, damit wir in gutes Landegebiet kommen, so bekommen wir noch ein paar Meilen, bevor wir die Ballone nach dem Lago die Pusiano "fallen" lassen. Mit über 6m/ Sekunde sinken wir bis in die Grundschicht ab. Kurz vor der Landung fahren wir Hülle an Hülle auf ein passables Feld zu. Stefan setzt den Altefco sanft auf den Boden, wir fahren noch über ihn hinweg und wollen dann auch gleich aufsetzen. Aufgrund der warmen Luft, die Stefan rauslässt, kommt unser Ballon zünftig ins Steigen, was ich mit übereifrigem ventilieren zu bremsen versuche. Ich will unbedingt auch hier landen - aber es ist zu spät und wir befinden uns bereits über den Bäumen neben dem Landeplatz. Dies realisiere ich aber irgendwie nicht richtig und crashe einen Baum. Wir steigen wieder hoch und landen dann halt erst 20 Minuten später, zwar eigentlich ideal auf einem besseren und trockenerem Feld, aber mit ein paar Rissen in der Ballonhülle.

Das Landefest feiern die beiden Teams dann trotzdem zusammen an der warmen Sonne Norditaliens. Wie gewohnt übernachten wir in Italien, bevor wir am Folgetag nach einem ausgiebigen Frühstück wieder nach Hause fahren. Was für ein Abenteuer, was für Eindrücke, die unvergesslich bleiben. Und der Ballon ist mittlerweile geflickt und uneingeschränkt einsatzbereit.

Der Track der Fahrt: https://ballometer.io/waelchli/310

Film von Urs Hänni: https://www.youtube.com/watch?v=oH1aXZVwEU8&t=36s

 

Anlässlich der Inbetriebnahme unseres neuen HB-BIO wurde eine Story für das Migros Magazin veröffentlicht:

Migros Magazin KW23/2024

Wir freuen uns, den Himmel ab sofort mit unserem "Äbeeri" zu verschönern! Am 10. Mai 2024 konnten wir zur Jungfernfahrt abheben! Anbei die Fotos unseres "Bordfotografen" Daniel Winkler.

Mit dem Handyballon über der Zentralschweiz unterwegs...

Der Föhn ist meistens nicht ideal für eine Ballonfahrt, aber im Schutz des Pilatus konnten wir am Morgen des 27. April 2024 eine wunderbare Fahrt geniessen...